IVBV-Jahreskongress 2010


           

IVBV-Jahreskongress 2010

Der 23. Jahreskongress fand vom 7. bis 9. Mai 2010 im 'Marriott Hotel München' statt.

Das Programm hielt wieder eine Vielzahl interessanter Beiträge bereit, wie  z.B. eine ausführliche Podiumsdiskussion zwischen kompetenten Vertretern unterschiedlicher Ansätze zum Umgang mit binokularen Störungen, Vorträge von Referenten verschiedener Disziplinen, Seminare zu Theorie und Praxis der Binokularkorrektion für alle Anspruchsstufen und nicht zuletzt ergab sich die wertvolle Möglichkeit zum kollegialen Erfahrungsaustausch.
 


Die Akademie für ärztliche Fortbildung in Rheinland-Pfalz hat diesen Kongress als ärztliche Fortbildungsveranstaltung zertifiziert und bewertet die Teilnahme mit maximal 18 Punkten:

4 Punkte je Vortragsblock, maximal also 8 Punkte
5 Punkte pro 180-Minuten-Seminar (oder für zwei 90-Minuten-Seminare), maximal also 10 Punkte

 

Auch der Schweizerische Berufsverband für Augenoptik und Optometrie (SBAO) hat für die vollständige Teilnahme von Aktivmitgliedern am diesjährigen IVBV-Kongress bis zu 8 Fortbildungspunkte (Credit Points, CP) vergeben:

2 Punkte je Vortragsblock, maximal also 4 Punkte
2 Punkte pro 180-Minuten-Seminar (oder für zwei 90-Minuten-Seminare), maximal also 4 Punkte
 

Einen Bericht aus der deutschen, augenoptischen Fachpresse (DOZ) über den IVBV-Kongress 2010  finden Sie hier.
Einen weiteren Bericht aus der deutschen, augenoptischen Fachpresse (Der Augenoptiker) über diesen Kongress finden Sie hier.
Einen Bericht aus der schweizerischen, augenoptischen Fachpresse (Schweizer Optiker) über den IVBV-Kongress 2010  finden Sie hier.

Um einige während des Kongresses entstandene Schnappschüsse anzuschauen, klicken Sie bitte hier.

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über das Programm.

 

Freitag, 7. Mai 2010
 
Seminare
13.00 bis 14.30 und 15.00 bis 16.30 Uhr
(180 Minuten)
   

 

S1

Georg Stollenwerk
Praxis der MKH für erfahrene Anwender
(MKH practice for advanced users)

In diesem Seminar werden praxisbezogen außergewöhnliche und schwierige Fälle vorgestellt bzw. simuliert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Anwendung und Auswertung der Stereopsisteste.
Theoretischer Hintergrund:

  • Welche Phorieanteile können mit Stereopsistesten erfasst werden, und wo liegen die Grenzen?

Testerläuterung und Fragetechnik:

  • Wie werden die Teste kommuniziert, damit weder Missverständnisse noch Verunsicherungen auftreten?

Theorie und Praxis:

  • Wie kann der binokulare Status beurteilt werden (Unterarten von FD II, etc.)?
    Testspezifische Regeln:

  • Nach welchen Kriterien und in welchen Schritten wird systematisch vorgegangen?

  • Wie lassen sich typische Fehler vermeiden?

Grenzfälle:

  • Wie lassen sich außergewöhnliche Testwahrnehmungen deuten und welche Konsequenzen ergeben sich für die praktische Vorgehensweise?

  • Welche Erscheinungen deuten auf eine sensorische Anomalie hin?

  • Wie ist bei unterschiedlichen prismatischen Messwerten für Ferne und Nähe zu verfahren?

Seminareinstufung durch den Referenten: Stufe 3
 

 

S2

Volkhard Schroth
Praktische Vorgehensweise an den MKH-Nahtesten
(Practical approach to the MKH test charts for near vision)

Wenn man einmal begonnen hat, die MKH-Nahteste bei jeder Binokularkorrektion einzusetzen, wird man solch wichtige Informationen über die Funktionsweise des Binokularsehens bekommen, dass man auf diese Informationen nicht mehr verzichten möchte.
Schwerpunkt 1: Die Anwendung der Nahteste ist in den Richtlinien zur Korrektion von Winkelfehlsichtigkeit beschrieben. Die wichtigsten Grundregeln werden erläutert und in Zusammenhang vorgestellt. Dabei wird auch kritisch auf die Erkenntnisgrenzen eingegangen.
Schwerpunkt 2: Um praxisgerecht mit MKH-Nahtesten arbeiten zu können, werden im zweiten Teil vor allem die Möglichkeiten der Anwendung des Kreuztests in der Nähe besprochen. Dieser hilft unter anderem dabei, erfolgreiche Mehrstärken-Korrektionen zu ermitteln und kann auch wichtige Hinweise liefern, eine Überkorrektion von Eso-Winkelfehlsichtigkeiten zu vermeiden.

Seminareinstufung durch den Referenten: Stufe 2
 

 

S 3 Dr. Fritz Gorzny
Langjährige augenärztliche Erfahrungen mit effizienter Anwendung der MKH (Wdh.)
(Longstanding ophthalmologic experiences in efficient use of MKH)

Beim Fehlen kontrollierter wissenschaftlicher Studien zur MKH sind Anwendende mit langjähriger und vielseitiger Praxis eine wichtige Informationsquelle, auf die zugegriffen werden kann. Der Vortragende ist seit vielen Jahren als MKH-Anwender mit schielchirurgischer Praxis tätig. Er wird seine Erfahrungen mit dem gesamten Spektrum von Korrektionen nach MKH darlegen.
 

 

S 4 Petra Selmeier
MKH in der Kinderoptometrie (Wdh.)
(MKH in paediatric optometry)

Die MKH nimmt in dem umfangreichen Tätigkeitsfeld "Kinderoptometrie" einen breiten Raum ein. Im Wesentlichen unterscheidet sich die monokulare und binokulare Augenglasbestimmung nach der MKH bei Kindern nicht von der bei Erwachsenen. Und doch ist sie ganz "anders"!

Primäre Unterschiede ergeben sich in der Kommunikation KIND – ELTERN – OPTOMETRIST/IN und der Vorgehensweise bei Kindern. Das Seminar soll einen Überblick eines möglichen systematischen Ablaufs der MKH bei Kindern geben.

Speziell sollen folgende Punkte besonders besprochen werden:

  • Systematischer Ablauf der MKH bei Kindern.
  • Adäquate Fragetechniken an den einzelnen MKH-Testen.
  • Kommunikation und Umgang mit "schwierigen" Kindern und "hyperaktiven" Eltern.
  • Darstellung und Besprechung der optometrischen Ergebnisse
  • Prognosen über mögliche Veränderungen.

Seminareinstufung durch die Referentin: Stufe 3
 

 

S 5 Esther Goeltzer
Neurologisch bedingte Sehstörungen und optometrisches Management (Wdh.)
(Neurologically induced visual disturbances and optometric management)

Das Seminar gibt eine Einführung über die Ursachen und Arten neurologisch bedingter Sehstörungen und gibt theoretische und praktische Anleitungen zu neurovisueller Diagnostik und Therapie.

Etwa ein Drittel der Patienten nach Schlaganfall, Schädel/Hirntrauma, nach erfolgter Hirntumor-Operation, bei Multipler Sklerose, bei - oder nach Entzündungen des zentralen Nervensystems, wie Meningitis oder Enzephalitis usw. schildern Beeinträchtigungen des Sehens. Hierbei kann es sich um Gesichtsfeldausfälle, Visusverlust, Störungen der Adaptation, Neglect, Doppelbilder sowie um dekompensierte Phorien mit den bekannten Anstrengungsbeschwerden handeln.

Diese Personengruppen sind fast immer neurologisch und ophthalmologisch "abgeklärt", leiden aber weiterhin unter teilweise erheblichen Sehstörungen.

Diese Situation hat erhebliche praktische und psychische Auswirkungen, die der individuellen Rehabilitation im Wege stehen.

In Anbetracht der demographischen Entwicklung ist von einer steigenden Anzahl der Betroffenen auszugehen, die meist verzweifelt nach Hilfe suchen.

Im Seminar wird ein praktischer Leitfaden vermittelt, der optometrische Messungen und erforderliche optometrische Maßnahmen, jedoch auch Tipps zum Umgang mit den Patienten und das notwendige Networking umfasst.
 

 

S 6

Winfried Scholtz
Vom Krabbeln zum optimalen Binokularsehen – Kooperation zwischen Ergotherapeut und MKH-Anwender (Wdh.)
(From scrambling to optimal binocular vision – cooperation between occupational therapist and user of the MKH)

Ergotherapie und Warnke-Verfahren
Ergotherapie beschäftigt sich mit Defiziten in allen Leistungsbereichen: Lernstörungen, Störungen der Laut- und Schriftsprache, Störungen von Denken, Wahrnehmung, Bewegungsfähigkeit und Verhalten. Das Warnke-Verfahren hat sich als ganzheitliches ursachenorientiertes Trainingsverfahren bewährt.

Winkelfehlsichtigkeit aus Sicht eines Egotherapeuten:
WF ist eine Form asymmetrischer Bewegungen und fällt im ergotherapeutischen Befund bei anderen Bewegungsstörungen auf. Die Verbesserung der allgemeinen Bewegungsmöglichkeiten verbessert immer auch die Augenbewegungen.

Zusammenhang zwischen Entwicklung der Motorik und des Binokularsehens:
Krabbeln ist die Trainingsphase der kindlichen Entwicklung, in der wesentliche neuronale Verschaltungen zwischen Sinnesmodalitäten und Motorik erstellt werden. Es entstehen dabei Verbindungen zwischen beiden Körperseiten, beiden Hirnhälften und allen paarigen Sinnesorganen.

Einblick in den Prüfablauf nach Warnke:
Es werden einige typische Prüfschritte zu Befunderhebung im Zusammenhang mit der binokularen Fusion und asymmetrischer Bewegungsmustern vorgestellt.

Trainingsmöglichkeiten nach Warnke:
Der Erfolg kommt im Wesentlichen aus der konsequenten Nutzung der intermodalen und der sensomotorischen Kopplung. Vorgestellt werden: Low-Level-Funktions-Training, motorisches Trainingsprogramm zum „Nachholen“ der Krabbelphase, Lateraltraining.
 

  S 7 Petra Friederichs
Lernprobleme und Winkelfehlsichtigkeit – Prismenbrille und/oder gezieltes Lerntraining? (Wdh.)
(Learning problems and associated heterophoria – Prism spectacles and/or well-directed learning training?)

Lernprobleme im Bereich des Lesen-, Rechnen- und Schreiben-Lernens und der Gedächtnisfunktionen können viele unterschiedliche Ursachen haben. Hierzu zählen besonders visuelle und auditive Verarbeitungsstörungen. Eine differenzierte Diagnostik ist daher zunächst grundlegend wichtig.
Ist eine Winkelfehlsichtigkeit als Ursache eines Lern- oder vielleicht auch sekundären Verhaltensproblems erkannt, so bringt häufig eine prismatische Brillenkorrektion betroffenen Kindern Erleichterung. Nicht aufgebaute neuronale Lernprozesse kann eine Prismenbrille jedoch nicht ersetzen oder nachträglich aufbauen. Das gilt sowohl für den zentralen visuellen als auch auditiven Bereich. Und somit sind die Lernprobleme meist nicht allein durch eine entsprechende Brillenkorrektion zu beheben. Hierfür sind unter Umständen gezielte Lerntrainings evtl. auch ein Verhaltenstraining ergänzend notwendig. Umgekehrt bringen in bestimmten Fällen Lerntrainings ohne eine entsprechende prismatische Korrektion auch nicht den gewünschten Erfolg. Warum eine Verbindung von Prismenbrille und gezieltem Lerntraining notwendig sein kann und was sie bewirken soll, wird in diesem Vortrag/Seminar exemplarisch dargestellt. An Hand von therapeutischen Fallbeispielen aus einer Schwerpunkteinrichtung für Entwicklung und Lernen werden den Zuhörern/Teilnehmern wichtige Zusammenhänge zwischen Lernproblemen, dem zentralen Sehen und Hören und einer prismatischen Korrektion vermittelt.
 
18.30 bis 19.30 Uhr   Imbiss  (kostenlos für Teilnehmer der anschließenden Generalversammlung)
19.30 Uhr bis voraussichtlich 21.00 Uhr   Generalversammlung  (nur für Mitglieder der IVBV)
Die Tagesordnung finden Sie hier
 
Samstag, 8. Mai 2010
 
Vorträge    

9.00 bis 9.10 Uhr

  Begrüßung und offizielle Eröffnung des Kongresses
9.10 bis 9.55 Uhr V 1 Prof. Dr. Georg Kerkhoff:
Neurovisuelle Störungen; Grundlagen und evidenzbasierte Therapie
(Neurovisual disorders; basic principles and evidence-based therapy)

Zerebral bedingte Sehstörungen und Augenbewegungsstörungen sind häufige Folgen nach einer erworbenen Hirnschädigung.

Etwa 30% aller Patienten mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Schädel-Hirn-Traumen oder neurologischen Erkrankungen wie etwa Multiple Sklerose oder Degenerative Erkrankungen weisen entsprechende neurovisuelle Störungen auf. Im Vortrag werden die Grundlagen der häufigsten Störungen behandelt, sowie die jeweils verfügbaren Behandlungsverfahren unter Aspekten der Evidenzbasierung vorgestellt.

Im Einzelnen wird berichtet über:

  1. Homonyme Gesichtsfeldausfälle
  2. Hemianopische Lesestörung
  3. Visuelle Explorationsstörungen
  4. Störungen der Konvergenten Fusion und des Stereosehens
  5. Räumliche Wahrnehmungsstörungen
  6. Visuellen Neglect

Für alle sechs Störungsbereiche liegen inzwischen nachweislich wirksame Therapieverfahren vor, die in wissenschaftlichen Therapiestudien evaluiert wurden. Die referierten Studien zeigen, dass die neurovisuelle Rehabilitation von Patienten mit erworbenen visuell bedingten Störungen infolge einer Hirnschädigung oder einer Erkrankung des Gehirns einerseits ein spannendes wissenschaftliches Themengebiet ist, das uns zum einen Einblicke in die Plastizität und Veränderbarkeit unseres Gehirns durch systematische Therapie ermöglicht. Andererseits ist die neurovisuelle Rehabilitation betroffener Patienten aber auch eine klinisch wichtige Aufgabe der damit befassten Fachleute, da so viele Menschen davon betroffen sind.
 

9.55 bis 10.15 Uhr V 2 Ursula Hohl-Brunner:
Auswirkung der Augendominanz auf das Lernen
(Effect of eye dominance on learning)

1. Beobachtung der funktionsabhängigen Augendominanzen
1.1. Tests zur Bestimmung des dominanten Auges bei monokularen Aufgaben.
1.2. Beobachtungen und Tests zur Bestimmung des motorischen Führungsauges bei unterschiedlichen Augenbewegungen und Aufgabenstellungen.
1.3. Die Beziehung von Gleichgewicht und Augendominanz.
1.4. Tests der neurophysiologischen Entwicklungsförderung sowie Kopfstellung und Kopfbewegungen in Bezug zur Entwicklung der Augendominanz.
1.5. Tests zur Beobachtung des motorischen Führungsauges der Augen-Handkoordination.

2. Mögliche Folgen einer rechten, linken oder wechselnden Augendominanz bei unterschiedlichen schulischen Anforderungen
2.1. Phonem-Graphemzuordnung und Leseprozess.
2.2. Zahlendekodierung und Rechenoperationen.
2.3. Schreib- und Abschreibprozess und geometrisches Zeichnen.
2.4. Kurzzeitgedächtnis und visuelle Speicherung.
2.5. Rechtschreibung und Automatisation.
2.6. Abgrenzung zu Legasthenie und Dyskalkulie.

3. Therapeutische Interventionen
(Bsp. Craniosacraltherapie, Neurophysiologische Entwicklungsförderung INPP, Vitamine und Fettsäuren, MKH usw.)

4. Pädagogische Maßnahmen
(Bsp. Synchronlesen mit dem Lesefenster, Orientierungspunkt, Schreibübungen, Lerntechnik usw.)
 
10.15 bis 10.30 Uhr   Diskussionsrunde zu den Vorträgen V1 und V2
(Diskussion round to the lectures V1 and V2)
 
     
10.30 bis 11.00 Uhr Kaffeepause
     

11.00 bis 11.20 Uhr

V 3 Georg Stollenwerk:
Bedeutung der Verknüpfung von Akkommodation und Vergenz
(Relevance of the correlation between accommodation und vergence)

Akkommodation und Vergenz sind bekanntlich eng miteinander gekoppelt. Das erklärt, weshalb Störungen innerhalb eines dieser Systeme direkte Auswirkung auf das andere haben kann.

Die erfolgreiche Behebung binokularer Sehprobleme setzt daher voraus, die individuelle Wechselwirkung beider Systeme zu erkennen und zu berücksichtigen. Eine wichtige Kenngröße hierbei ist das AC/A-Verhältnis. Es gibt an, wie stark oder schwach Akkommodation und Vergenz eines Klienten miteinander verknüpft sind.

Optometristen verschiedener Länder haben hierzu uneinheitliche Ansätze bis hin zu diagnostischen Unterteilungen, die weit über die Differenzierung Eso/Exo hinausgehen.

Innerhalb der MKH kommt der binokularen Nahprüfung eine besondere Bedeutung zu, um den Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Daher ist die Fortsetzung der Binokularprüfung an einem geeigneten Nahsehprüfgerät unverzichtbarer Bestandteil der Haaseschen Methodik.

Es werden grundlegende Zusammenhänge erläutert und dabei aufgezeigt, welche Lehrmeinung die internationale Optometrie prägt.
 

11.20 bis 11.50 Uhr V 4 Dr. Fritz Gorzny:
Einfluss des visuellen Systems auf den Gesamtorganismus
(Influence of the visual system on the organism as a whole)

10 % der Sehnervenfasern ziehen ohne Umschaltung vom Corpus geniculatum laterale direkt zum Hypothalamus, zum Nucleus pretectalis im Zwischenhirn und zu den Colliculi superiores im Mesencephalon. Sie dienen unbewussten Funktionen wie Akkommodation, Fusion, Pupillarmotorik, circadianer Rhythmik, Blicksteuerung über die Augenmuskelkerne und Kopffolgebewegungen, also der motorischen Steuerung des ganzen Körpers, aber auch der Beeinflussung des vegetativen Nevensystems.
 
11.50 bis 12.10 Uhr
 
V 5 Jürgen Eichinger und Rafal Szczepanski:
Wechselseitige Einflüsse zwischen osteopathischer Behandlung und Messergebnissen mittels vollständiger MKH
(Reciprocal influences between osteopathic treatment and measurement results using the complete MKH)

Wie halten wir unser Gleichgewicht? Wie sieht eine funktionelle Kette aus? Wann schaffen wir eine effektive Blicksteuerung und wann nicht? Die entscheidende Bedingung für späteres gut abgestimmtes Funktionieren (in Zeit und Raum) ist eine integrierte Verknüpfung von Bewegung-Gleichgewicht-Sehen.
Seien Sie gespannt, wie wir mithilfe der MKH in individueller Abstimmung mit einem anderen Spezialisten für Haltung und Wohlbefinden eine herausragende Rolle in einem multidisziplinären Zusammenhang bei Menschen mit völlig verschiedenen Befindlichkeiten spielen können. Wir werden Ihnen im Vortrag exemplarisch herausarbeiten, wie das aussehen kann.
12.10 bis 12.30 Uhr   Diskussionsrunde zu den Vorträgen V3, V4 und V5
(Diskussion round to the lectures V3, V4 and V5)
 
 
12.30 bis 14.00 Uhr   Mittagspause
 
Seminare    

14.00 bis 15.30 und
16.00 bis 17.30 Uhr 

(180 Minuten)

   
  S 11 Beate Göpel
Auswirkungen von Binokularstörungen am Bildschirmarbeitsplatz
(Effects of binocular disturbances at the PC workstation)
  • Häufigkeit von Binokularstörungen am Bildschirmarbeitsplatz:
    Wie hoch ist der prozentuale Anteil der optisch unterversorgten Menschen?
  • Ermittlung und Erfassung der typischen Probleme:
    Welche Auffälligkeiten gibt es?
  • Problematik der Auswirkungen in verschiedener Hinsicht:
    Wie wirken sich Binokularstörungen aus?
  • Aktuelle rechtliche Situation zur Kostenübernahme des Arbeitgebers:
    Wer zahlt was aufgrund welcher Rechtsgrundlage?
  • Unverträglichkeiten und Reklamationen bei Presbyopiekorrektionen:
    Was funktioniert und was eher nicht?
  • Tipps zur Augenentspannung:
    Was kann man noch ansprechen, um kompetent und hilfreich zu sein?

Seminareinstufung durch die Referentin: Stufe 1 und höher
 

  S 12 Volkhard Schroth
Studentenseminar
(Students' seminar)

Die MKH korrekt anzuwenden ist eigentlich ganz einfach. Es gibt einige wenige fundamentale Prinzipien, aus denen man sich jeden Korrektionsschritt ableiten kann. Bevor es aber an die Prismen-Korrektion geht, ist die MKH als subjektive Prüfmethodik auf Frage und Antwort angewiesen. Ohne ein zuverlässiges Verstehen der Kunden-Wahrnehmung wäre jeder Korrektionsversuch zum Scheitern verurteilt.

Daher wird im Seminar die Fragetechnik genauer unter die Lupe genommen und in praktischer Demonstration vorgeführt. Als Schwerpunkt geht es um die Prinzipien: Was passiert mit dem Augenpaar/ was passiert im Gehirn: Stichwort Tonuslösung, Bildlagefehler, Stereopsis. MKH ist ganz einfach, wenn man die Testarten kennt – konventionell, FD-Test, Stereopsis-Test, was an Kundenwahrnehmungen vorkommen kann und wenn man die Schrittgröße an den verschiedenen Testen weiß.
 

  S 14 Prof. Ralph Krüger
Aktueller Stand der Diskussion zur Theorie der MKH

(Current state of the discussion on the theory of MKH)

Nur wer eine Kritik verstanden hat, kann sich damit sachlich auseinandersetzen. Andernfalls erfolgt die Auseinandersetzung auf emotionaler Ebene, was der Klärung oft wenig förderlich ist.

Seit Hans-Joachim Haase die Testreihe zur MKH und das zugehörige theoretische Modell vorgestellt hat, gibt es eine mehr oder weniger sachlich geführte fachwissenschaftliche Diskussion darüber.

Dieses Seminar wird die am häufigsten an der MKH kritisierten Aspekte nennen, dazu durchgeführte Untersuchungen beschreiben und versuchen, eine faire Bilanz zu ziehen.

Für manchen Praktiker stellt sich die Frage, ob er die MKH überhaupt noch anwenden sollte, wenn diese doch stets der Kritik ausgesetzt ist. Das Seminar soll jeden Teilnehmer in die Lage versetzen die fachliche Diskussion zu verfolgen, zu verstehen und seinen eigenen Standpunkt zu entwickeln.
 

 

S 15 Hans Christian Hotz
Juristische Aspekte der MKH-Anwendung
(Legal aspects of MKH application)

Das Seminar wendet sich an Augenoptiker und hier in erster Linie an berufliche Einsteiger, die zudem über keinerlei Erfahrung in juristischen Angelegenheiten im Zusammenhang mit Kundenauseinadersetzungen haben. Wer schon einmal Gelegenheit hatte, sich in einer juristischen Auseinandersetzung gegen den Vorwurf zu wehren, zu Unrecht und prismatisch wirkende - kontraindizierte - Sehhilfen an Kunden veräußert zu haben, wird mit diesem Seminar zumindest zum Teil unterfordert sein, soweit es darin darum gehen soll, aufzuzeigen, welche Vorgaben die Rechtsprechung an die Augenoptikermeister macht.

Den Teilnehmern soll ein sicherer Umgang mit Kunden im Zusammenhang mit dem Thema vermittelt werden. Sie sollen erfahren, wie die Kunden ordnungsgemäß zu belehren sind, wenn es um die Wirkung prismatischer Sehhilfen geht und wie sich solche Sehhilfen bei einer bestehenden Winkelfehlsichtigkeit auswirken, dass die Ausstellung eines Rezeptes bei einem Facharzt für Augenheilkunde regelmäßig damit verbunden sein wird, dass die angebotenen bzw. bereits verkauften Sehhilfen als kontraindiziert bezeichnet werden, so dass der Kunde vor Ort vorab entsprechend aufzuklären ist.

Die Teilnehmer erhalten dazu vorab eine kurze Zusammenfassung der aktuellen juristischen Diskussion um das Thema der Refraktion und der Winkelfehlsichtigkeit. Daraus wird deutlich, warum ein derartiger Widerstand aus der Ecke der Fachmediziner für Augenheilkunde zu erwarten ist und welche wirtschaftlichen Implikationen mit dem Thema verbunden sind. Sodann erfolgt eine Vorbereitung darauf, wie die Kundenbelehrung zu erfolgen hat und dokumentiert werden muss, um in einer eventuell sich anschließenden gerichtlichen Auseinandersetzung durch die notwendigen Beweise gewappnet zu sein. Die Kundenbelehrungen werden anhand der verschiedenen Verwaltungs- und Oberlandesgerichtlichen Entscheidungen vorbereitet präsentiert und als Vorschläge für Arbeitshilfen mit auf den Weg gegeben.

Abschließend soll der Versuch unternommen werden, den Teilnehmern einen Leitfaden für die gegebenenfalls folgende gerichtliche Auseinandersetzung an die Hand zu geben. Was muss der Augenoptikermeisterter veranlassen, wenn der Kunde die Sehhilfen nicht bezahlt, wenn der Kunde den bezahlten Kaufpreis zurückfordert, Schadenersatz verlangt, Strafanzeige stellt, oder sonstige Maßnahmen ergreift. In diesem Zusammenhang geht es insbesondere um die Strategie bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung, also darum, was der Augenoptikermeister über seinen Rechtsanwalt vortragen muss, wer für welche Behauptungen die Beweislast trägt und welche Kosten im Zusammenhang mit einem solchen Verfahren entstehen können. Nur so wird der Augenoptikermeister auch in die Lage versetzt, vor einem Prozess die Chancen und vor allen Dingen (Kosten-) Risiken eines Verfahrens zu überblicken, um zu entscheiden, ob ein solches Verfahren geführt werden soll oder nicht.
 

S 17 Benjamin Walther
Kopfzwangshaltungen erkennen und ihnen mit Fachwissen und MKH begegnen
(To recognise forced head postures and face them with expert knowledge and MKH)

„Der Mensch nimmt bis zu 95% aller Sinneseindrücke über die Augen wahr“ – diese Feststellung trafen deutsche Sportärzte schon 2001!

Könnte ein Zusammenhang bestehen zwischen zwanghafter (also nicht freiwillig aufzugebender und zu lösender, selbst nicht abtrainierbarer (!)) Kopfhaltung – sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung? Also permanente, nicht aufzugebende, nicht abgewöhnbare Kopfverdrehungen und Kopfverkippungen, die sowohl Hals, Nacken als auch Wirbelsäule bis zum Schulterbereich in Mitleidenschaft ziehen? Könnten Ursachen dafür im Zusammenspiel der 12 Augenmuskeln liegen?

Sind diese Zusammenhänge messbar? Können etwa „Prismen“ Erleichterung und Linderung schaffen, so dass sogar erfahrene Orthopäden Betroffene zum „Augenoptiker“ schicken?

Die Antwort wird (vielleicht wider Erwarten?) NICHT eindeutig ausfallen, sondern differenziert: Videos und Fotos von Erlebnissen und Ergebnissen an und mit 10 Endverbrauchern (Lebensalter zwischen 7 und 87) werden Sie verblüffen! Keine Fach(hoch)schule, kein Fachbuch, kein Seminar, kein Vortrag brachte bisher zu diesen Zusammenhängen Erkenntnisse dieses Umfangs zutage.
 

S 18 Jürgen Eichinger und Rafal Szczepanski
Osteopathische Arbeitsweise speziell bei visuellen Problemstellungen
(Osteopathic mode of practice particularly with visual problems)

Welche Techniken verwendet der Osteopath um das Sehen zu beeinflussen?
Wie kommen die Techniken zur Anwendung, wie wirken sie mit, resp. ohne Sehhilfe?
Wie kann Trauma entstehen mit letztendlichem Einfluss auf das Sehen?
Die Art, wie wir die entsprechenden Entwicklungsstufen im Hinblick auf INPUT-/OUTPUT- Bewältigung koordinieren helfen können, zeigt klar die herausragende Rolle unserer Berufe für die Entwicklung zum "Sehenden" und damit seine Fähigkeiten ganzheitlich nutzenden Menschen.

Seminareinstufung durch die Referenten: Stufe 2 und 3
 
  S 19 Jan Dominiczak
Auswirkungen visuell verzögerter und lückenhafter Wahrnehmung auf Persönlichkeit und schulischen Erfolg (Wdh.)
(Effects of visually delayed and incomplete perception on personality and on success at school)

Nach wie vor ist WF für viele Eltern und Betroffene ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei bewirken Höhen-, Eso- und Exo-WF typische graphomotorische Auswirkungen, die altersunabhängig an der Handschrift erkennbar sind.

Die Seminarteilnehmer steigen mit eigenen Augen und Fingern in die Rolle von Erstklässlern und fühlen die Herausforderung, richtig schreiben und lesen zu lernen. Die Umwelt mit einer fremden WF zu erleben kann zum Aha-Erlebnis werden – und für Optometristen zur Initialzündung? Die Teilnehmer wenden Nachfahrbögen an, und es werden Möglichkeiten für Eltern aufgezeigt, positive Veränderungen einer WF-Korrektion zu erkennen und zu dokumentieren.

Weitere Inhalte:

  • Auswirkungen von WF in unterschiedlichen Schulfächern
  • unterschiedliche Auffälligkeiten bei verschiedenen WF-Arten
  • anschauliche Erklärungen für Eltern
  • Auswirkungen unvollständiger Korrektionen
  • Probleme mit Brillen in der Schule
  • zunehmende Anzahl von Kindern, die ihre WF im Schulalltag nicht kompensieren können
  • Faktoren, die den positiven Fortgang einer Korrektion verhindern können
  • zusätzliche Möglichkeiten zum Abbau von Entwicklungsdefiziten

Konkrete Beispiele zeigen die Chancen vollständiger optometrischer Versorgung, aber auch die Brisanz unvollständiger und abgesetzter Korrektionen. Sie zeigen zudem, dass Eltern und Lehrer sachkompetente Informationen zu Augenoptik und Augenheilkunde benötigen. Die Kinder brauchen zunächst und vor allem eines: Präzise Abbildung in ihren Augen!
 

  S 20 Eduard Posch
Der neue Weg mit neuen Tests zur optimalen Brillenglasbestimmung (Teilnahme kostenlos)
(The new path with new tests for optimal refraction procedure (attendance free of charge))

Zum guten Sehen sind ideale Abbildungen notwendig. Nur dann kann das „ideale Seh-Ergebnis“ erreicht werden. Das Gehirn kann schlechte Bilder interpretieren, deuten, sollte aber damit nicht belastet werden.
Das Seminar setzt sich aus einem theoretischen und einem großen praktischen Teil zusammen. Es führt über das beste monokulare Glas hin zur besten binokularen Brillenglaskorrektion. Dabei werden vor allem die Neuerungen der Teste für das optimale Korrektionsmittel einbezogen.
Die neuen Möglichkeiten für eine erfolgreiche Brillenglasbestimmung stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Kontrolle, ob der Endverbraucher das beste Korrektionsmittel für seinen Sehfehler erhalten hat.
Diese neuen Teste dienen zur:
Feststellung ob sphärische Abbildungsfehler durchs Auge vorhanden sind sowie deren Korrektion.
Feststellung ob astigmatische Abbildungsfehler durchs Auge vorhanden sind sowie deren Korrektion.
Feststellung ob binokulare Abbildungsfehler der Augen vorhanden sind.
Feststellung ob die Brille als das beste Korrektionsmittel zum monokularen und binokularen Sehen vorliegt, oder noch Anpass-, Zentrier- oder Korrektionsfehler vorhanden sind.
Das Refraktionsdefizit beider Augen wird aufgezeigt. Dies führt zu einer verbesserten monokularen und binokularen Brillenglasbestimmung. Die Vorgangsweise der Refraktionsbestimmung mit geringstem Kontrast, auch Restwertkorrektion genannt, wird erläutert.
Keiner dieser neuen Teste soll oder kann die MKH Teste und deren Vorgangsweise ersetzen oder verändern!
     

19.30 Uhr

 

Abendveranstaltung mit Nachtessen
 

 
Sonntag, 9.Mai 2010
 
Vorträge
(mit jeweils anschließender Diskussion)
   
09.00 bis 11.00 Uhr   Podiumsdiskussion: "Prismenbrillen - Schaden oder Nutzen?"
Diskussionsrunde mit Experten verschiedener Fachdisziplinen (Moderation: Prof. Ralph Krüger)
 

11.00 bis 11.30 Uhr

 

Kaffeepause
 

 

11.30 bis 11.45 Uhr

 

Verleihung des H.-J.-Haase-Preises 2010
 

11.45 bis 12:05 Uhr V 6 Prof. Dr. Gerold Kolling
Die Wertigkeit der diagnostischen Okklusion eines Auges beim Horizontal- und Vertikalschielen
(The significance of diagnostic occlusion of one eye in the case of horizontal and vertical squint)

Die Wertigkeit der richtigen Korrektur einer Ametropie ist den Patienten einfach zu demonstrieren: sie sehen schärfer. Bei der Verordnung von Prismenbrillen sind die Verhältnisse differenzierter. Die Mehrzahl der Augenärzte verordnet nur dann Prismen, wenn dadurch Doppelbilder beseitigt werden oder die beidäugige Zusammenarbeit stabiler wird. Sollen asthenopische Beschwerden behandelt werden, muss ein entsprechendes Beschwerdebild vorausgesetzt werden. Das alleinige Symptom einer latenten Abweichung oder einer „Leseunlust“ ist in der Regel nicht ausreichend für eine Prismenverordnung. In diesen Fällen helfen die diagnostische Okklusion eines Auges und das Probetragen von Korrektionsgläsern mit oder ohne Prismen.

In dem Beitrag werden entsprechende klinische Beispiele zur Korrektur mit alleinigem Refraktionsausgleich, mit Prismenbrillen oder mit einer Augenmuskeloperation besprochen. Auch wir als Augenärzte sind gezwungen, unsere Behandlung damit zu begründen, dass sie eindeutig und langfristig eine Krankheit beseitigt. Erst der Nachweis einer gesicherten Hilfestellung führt dazu, dass Prismenbrillen oder Lesebrillen von der Krankenkasse zum Teil mit bezahlt werden. Zur Klärung dieses Nachweises sind die diagnostische Okklusion eines Auges und das Probetragen einer Lesebrille hilfreich.
 

12.05 bis 12:35 Uhr V 7 Prof. Ralph Krüger:
Amblyopie-Screening durch Augenoptiker?
(Amblyopia screening by ophthalmic opticians?)

Aktuelle Studien belegen eine erstaunlich hohe Verbreitung von Sehstörungen bei Kindern im Vorschulalter. Offenbar besteht erheblicher Bedarf für frühzeitige Überprüfungen der kindlichen Sehentwicklung, besonders wegen der häufig einhergehenden Gefahr einer Amblyopieausbildung. Selbstverständlich sind hier alle Berufsgruppen gefordert, die über die zugehörige Fachkompetenz verfügen. Somit auch die Augenoptik!

Angesichts der aufgezeigten Situation erscheint die Zurückhaltung der Augenoptik bei der Untersuchung von Kindern auf Fehlsichtigkeit und Störungen des Binokularsehens zunächst unverständlich. Der Vortrag wird herausarbeiten, worin diese Zurückhaltung vermutlich begründet ist und wie Augenoptiker einen wertvollen Beitrag zur Vermeidung von Amblyopien leisten können, ohne in rechtliche Schwierigkeiten zu geraten.

Dazu gehört neben der Anwendung relativ einfacher Tests auch die Beratung und Information der Eltern, die über die kindliche Sehentwicklung häufig nur sehr wenig wissen und somit die Anzeichen gestörten Sehens häufig nicht kennen oder nicht dafür sensibilisiert sind.

Der Vortrag soll vor allem motivieren und ermutigen, sich der äußerst lohnenden Arbeit mit Kindern zu öffnen. Mit Sicherheit könnte die Mehrzahl der Zuhörer ohne weitere Fortbildung zumindest mit ersten Schritten beginnen.
 

12.35 bis 12:55 Uhr V 8 Kerstin Harms
MKH aus Sicht von Betroffenen
(MKH seen from persons concerned)

FD2 oder Mikrostrabismus? Eine Odyssee durch die Fachkreise:
Am Anfang standen Ergotherapie, Schielbehandlung, etc. Als Laie immer glaubend, das Beste für meine Kinder zu tun und immer im Vertrauen auf das kompetente Gegenüber.

2001 änderte sich durch erste prismatische Korrektion alles schlagartig zum Positiven. Doch Augenärzte und Optiker arbeiteten gegeneinander. Nach dieser totalen Verunsicherung begann meine Eigenrecherche und Studium von Fachliteratur bis zur Neuroopthalmologie.

Wir waren plötzlich "Prismenfresser" und spät kam die Erkenntnis, inmitten eines Politikums zu stecken. Meine Tätigkeit in der Selbsthilfegruppe WF und bei optometrie-online untermauern meine Vermutung, dass die komplexen Fälle, wo die WF gepaart mit einem Mikrostrabismus daher kommt, häufiger sind, als Statistiken uns glauben lassen.

Dieser Vortrag schildert unsere "Reise" durch Augenarztpraxen und Optikerläden, die immense finanzielle und zeitliche Belastung, das Durcharbeiten durch den Fachjargon sowie die vielen Zweifel und Rückschläge bis zur Augen-OP im Oktober 2007 und die Erkenntnis, dass unser Mikrostrabismus ein solcher bleibt, auch wenn die phorische Komponente nun "weg" ist.
 

12.55 bis 13.15 Uhr   Diskussionsrunde zu den Vorträgen V6, V7 und V8
(Diskussion round to the lectures V6, V7 and V8)
 
     
13.15 Uhr   Schlusswort
     
13.30 Uhr   Mittagessen

 

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