Das Verhältnis der IVBV zu Selbsthilfegruppen


Die IVBV begrüßt jede sinnvolle Aktivität zur Förderung und Verbreitung der Mess- und Korrektionsmethodik nach H.-J. Haase. Mit großem Verständnis beobachtet der IVBV-Vorstand das Entstehen von Selbsthilfegruppen für Menschen, die von assoziierter Heterophorie betroffen sind, da die Rahmenbedingungen der Versorgung zurzeit keineswegs optimal sind.

Diese Gruppen verfolgen zumeist mit großem Engagement selbstdefinierte Ziele, die der Verbesserung der Versorgungslage der Betroffenen dienen sollen, wie beispielsweise der künftigen Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen. Dazu nehmen sie u.a. Kontakt zu politischen Entscheidungsträgern auf und versuchen dort, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten. Auch vermitteln sie Betroffenen den Kontakt zu einem aus ihrer Sicht geeigneten MKH-Anwender.

All dies wird mit bewundernswertem Eifer betrieben und verursacht Kosten. Die IVBV ist gern bereit, derartige Selbsthilfegruppen weiterhin kostenfrei mit Druckschriften und mit fachlicher Beratung zu unterstützen. Obwohl für verschiedene Aktivitäten von Selbsthilfegruppen seitens der IVBV große Wertschätzung besteht, kann eine finanzielle Unterstützung in keinem Fall gewährt werden.

Diese Entscheidung ist insbesondere im Interesse der Selbsthilfegruppen, da bei Bekanntwerden finanzieller Zuwendungen durch die IVBV schnell der berechtigte Verdacht aufkäme, diese Gruppen seien lediglich bezahlte Handlanger derer, die vom Verkauf der Prismenbrillen leben.

Zur Wahrung der Glaubwürdigkeit in den Augen politischer Entscheidungsträger ist daher eine gewisse Distanz zwischen der IVBV und den Selbsthilfegruppen unbedingt erforderlich. Dies bedeutet auch, dass keine Selbsthilfegruppe ohne offiziellen Auftrag im Namen der IVBV auftreten oder agieren kann.